Ein­rei­chung nicht mög­lich

Na­no­ska­li­ge Carbon-​Werkstoffe – Von der Grund­la­gen­for­schung in die in­dus­tri­el­le An­wen­dung (NanoC)

eine In­itia­ti­ve des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF)

Na­no­ska­li­ge Carbon-​Werkstoffe, wie Kohlenstoff-​Nanoröhren (Car­bon Na­notu­bes) und Gra­phen, zäh­len zu den viel­ver­spre­chends­ten Ma­te­ria­li­en des 21. Jahr­hun­derts – dank ihrer her­aus­ra­gen­den Ei­gen­schaf­ten. Sie zeich­nen sich durch eine ex­trem hohe spe­zi­fi­sche Fes­tig­keit sowie durch her­vor­ra­gen­de elek­tri­sche und ther­mi­sche Leit­fä­hig­keit aus und sind zudem che­misch und ther­misch sehr be­stän­dig. Diese Ei­gen­schaf­ten ma­chen na­no­ska­li­ge Carbon-​Werkstoffe zu einer idea­len Grund­la­ge für eine Viel­zahl neuer Ma­te­ria­li­en und Pro­duk­te. Je­doch bleibt die wirt­schaft­li­che Nut­zung die­ser ex­zel­len­ten Ma­te­ri­al­ei­gen­schaf­ten eine große Her­aus­for­de­rung. Der Er­folg hängt dabei we­sent­lich von der Qua­li­tät des Aus­gangs­ma­te­ri­als und den nach­fol­gen­den Ver­ar­bei­tungs­pro­zes­sen ab.

Mit der För­der­maß­nah­me "NanoC" ver­folgt das BMBF das Ziel, aus­ge­hend von De­mons­tra­tor­an­wen­dun­gen be­darfs­ge­rech­te Herstellungs-​ und Ver­ar­bei­tungs­pro­zes­se für na­no­ska­li­ge Carbon-​Werkstoffe zu ent­wi­ckeln. Dies soll in enger Zu­sam­men­ar­beit mit der In­dus­trie ent­lang der ge­sam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te er­fol­gen.

Eine Ein­rei­chung ist nicht mehr mög­lich.

Wer wird ge­för­dert?

An­trags­be­rech­tigt sind Un­ter­neh­men der ge­werb­li­chen Wirt­schaft (zum Zeit­punkt der Aus­zah­lung einer ge­währ­ten Zu­wen­dung wird das Vor­han­den­sein einer Be­triebs­stät­te oder Nie­der­las­sung in Deutsch­land ver­langt), Hoch­schu­len und au­ßer­uni­ver­si­tä­re For­schungs­ein­rich­tun­gen. For­schungs­ein­rich­tun­gen, die ge­mein­sam von Bund und Län­dern grund­fi­nan­ziert wer­den, kann nur unter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen er­gän­zend zu ihrer Grund­fi­nan­zie­rung eine Pro­jekt­för­de­rung für ihren zu­sätz­li­chen Auf­wand be­wil­ligt wer­den.

Die Be­tei­li­gung von KMU ist aus­drück­lich er­wünscht. Es kommt die KMU-​Definition gemäß Emp­feh­lung der EU-​Kommission vom 6. Mai 2003 zur An­wen­dung.

Was wird ge­för­dert?

Die Rea­li­sie­rung hängt maß­geb­lich von der Qua­li­tät des Roh­ma­te­ri­als und nach­fol­gen­den Ver­ar­bei­tungs­pro­zes­sen ab – das En­ga­ge­ment hin­sicht­lich der Ent­wick­lung von Her­stell­pro­zes­sen für das Roh­ma­te­ri­al sowie des­sen zweck­ge­rich­te­te Wei­ter­ver­ar­bei­tung hin­ge­gen we­sent­lich von der Nach­fra­ge. Um die­sen Kreis­lauf zu durch­bre­chen, ist es das Ziel der BMBF-​Fördermaßnahme „NanoC", aus­ge­hend von De­mons­tra­tor­an­wen­dun­gen be­darfs­ori­en­tiert Herstell-​ und Ver­ar­bei­tungs­pro­zes­se für na­no­ska­li­ge Carbon-​Werkstoffe zu er­ar­bei­ten.
Dabei ste­hen fol­gen­de Schwer­punk­te im Fokus der För­de­rung:

  • Carbon-​Nanotubes
  • Gra­phen mit ma­xi­mal zehn Lagen
  • In­dus­trie­ge­trie­be­ne Ent­wick­lun­gen, wie z. B. Carbon-​Nanomembranen und Carbon-​Nanohorns
  • Dia­man­ten, dia­mant­ar­ti­ge Struk­tu­ren

Wie wird ge­för­dert?

Die Zu­wen­dun­gen kön­nen im Wege der Pro­jekt­för­de­rung als nicht rück­zahl­ba­re Zu­schüs­se ge­währt wer­den.

Be­mes­sungs­grund­la­ge für Zu­wen­dun­gen an Un­ter­neh­men der ge­werb­li­chen Wirt­schaft sind die zu­wen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten, die in der Regel – je nach An­wen­dungs­nä­he des Vor­ha­bens – bis zu 50 Pro­zent an­teil­fi­nan­ziert wer­den kön­nen. Nach BMBF-​Grundsätzen wird eine an­ge­mes­se­ne Ei­gen­be­tei­li­gung – grund­sätz­lich min­des­tens 50 Pro­zent der ent­ste­hen­den zu­wen­dungs­fä­hi­gen Kos­ten – vor­aus­ge­setzt.

Be­mes­sungs­grund­la­ge für Hoch­schu­len, Forschungs-​ und Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen und ver­gleich­ba­re In­sti­tu­tio­nen sind die zu­wen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Aus­ga­ben (bei Helmholtz-​Zentren und der Fraunhofer-​Gesellschaft die zu­wen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten), die in­di­vi­du­ell bis zu 100 Pro­zent ge­för­dert wer­den kön­nen. Bei For­schungs­vor­ha­ben an Hoch­schu­len wird zu­sätz­lich zu den zu­wen­dungs­fä­hi­gen Aus­ga­ben eine Pro­jekt­pau­scha­le in Höhe von 20 Pro­zent ge­währt.

Kon­takt

Dr. Cora Helm­brecht
+49 02461 61-​96790

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